Vom Baum auf die Straße: Die Geschichte von Naturkautschuk
Naturkautschuk ist in vielen Produkten unseres alltäglichen Lebens verarbeitet, wie Reifen, Schuhe, Latexhandschuhe und Matratzen. Doch während sich Nachfrage und Wertschöpfung weitgehend auf die Industrieländer konzentrieren, wird der Rohstoff fast ausschließlich im globalen Süden gewonnen – vor allem in Südostasien, aber auch in Lateinamerika und Afrika. Wegen seiner einzigartigen Eigenschaften ist Naturkautschuk konkurrenzlos – selbst gegenüber Synthesekautschuk oder anderen pflanzlichen Alternativen.
Doch der Kautschukmarkt ist seit Jahrzehnten bedroht: Harte körperliche Arbeit, inkonstante Einkommen, ineffiziente Methoden zur Kautschukgewinnung und Verlust der regionalen Biodiversität durch Entwaldung führen zum Rückgang der Kautschukproduzent*innen. Die Lieferketten sind durch ihre vielen Stationen häufig lang und intransparent. Ein Aufruf zum Handeln: Immer mehr Initiativen und Produzenten setzen sich dafür ein, entwaldungsfreie Anbauregionen zu schaffen und Kleinbäuerinnen und -bauern in nachhaltigen Anbaumethoden zu schulen.
So auch in Kolumbien, wo der Schuhhersteller „Cueros Vélez“ aus nachhaltig produziertem Naturkautschuk hergestellte Sohlen in seinen Schuhen verarbeitet. Wie der aus dem Kautschukbaum gewonnene Saft zum zuverlässigen Wegbestreiter auf unseren Straßen wird, zeigt die Fotostrecke: