Direkt zur Hauptnavigation Direkt zum Inhalt
LinkedIn Logo X Logo Bluesky Logo Podcast
Newsletter
  • DE

Themen

  • Digitalisierung & Innovation
  • Food Systems
  • Gender
  • Handel und Lieferketten
  • Klima
  • Menschen & Perspektiven
  • Politics
  • Alle Beiträge

Räume

  • Podcast
  • In Zahlen
  • Agri-Food-Map
  • Innovation Lab
  • Special Editions
  • P4C Members Area

Über F4T

  • Über uns
  • Autor*innen
  • Newsletter
  • Suche
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Erklärung zur Barrierefreiheit

Von „nur einem jungen Mädchen" zur Anführerin

01.06.2026

Von
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Als junge Vertreterin von Jugend- und Bauerninteressen im Norden Ugandas musste Sarah Awor früh gegen Vorurteile, fehlende Ressourcen und familiären Widerstand ankämpfen. Heute steht sie für eine neue Generation von Bäuerinnen, die Landwirtschaft als unternehmerischen und gemeinschaftlichen Transformationsraum begreifen.

Sarah mit anderen Landwirtinnen im Abschlussworkshop. © UNYFA / dlv

Von Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Die GIZ ist ein weltweit tätiger Dienstleister der internationalen Kooperation für nachhaltige Entwicklung. Sie hat mehr als 50 Jahre Erfahrung in unterschiedlichsten Feldern.

Alle Beiträge

Mit 32 Jahren war die Bäuerin Sarah Awor bereits Jugendleiterin und bekannte Vertreterin von Jugend- und Bauerninteressen im Lira-Distrikt in Norduganda – doch ihre Rolle war mit erheblichen Hürden verbunden. Viele taten sie als „nur ein junges Mädchen" ab. Es fehlte ihr an finanziellen Mitteln, an Räumlichkeiten für Treffen und an zuverlässigen Transportmöglichkeiten, um die Gemeinden zu erreichen. Ihre Familie zweifelte an ihr, und es war schwer, häusliche Pflichten mit dem Einsatz für die Gemeinschaft zu vereinbaren.

 

„Es war eine Herausforderung, meine Familie – vor allem meinen Mann – dazu zu bringen, meine Rolle als Leiterin zu akzeptieren. Es gab vieles, was ich nicht tun konnte, weil meine Familie an der ganzen Sache zweifelte."

 

Damals bewirtschaftete Sarah gerade einmal einen Hektar Land – was es schwer machte, andere davon zu überzeugen, dass Landwirtschaft ein Weg zum Erfolg sein kann. Die Jugendgruppen, die sie zu mobilisieren versuchte, waren entmutigt: kein Geld, kein Land, volatile Märkte und das weitverbreitete Vorurteil, dass Landwirtschaft kein ernsthafter Lebensunterhalt sei.

 

Sarah auf ihrer Farm im Norden Ugandas. © Sarah Awor

Im Rahmen des Globalen Programms zur Stärkung von Bauernorganisationen für eine nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung ist die dlv-LandFrauen gGmbH in Ghana und Uganda aktiv, um Frauen im ländlichen Raum gezielt zu unterstützen. Seit 2017 ist die dlv-LandFrauen gGmbH die internationale Abteilung des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv), der sich seit über 75 Jahren für die wirtschaftliche, soziale und politische Stärkung von Frauen im ländlichen Raum einsetzt.

 

Nach dem Prinzip „Von Landfrauen – für Landfrauen" schlug die dlv-LandFrauen gGmbH eine Brücke zwischen lokalen Realitäten und globalen Lösungen – und förderte solidarisches Lernen über nationale Grenzen hinweg. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnerinnen entstanden Netzwerke, in denen Frauen nicht nur auf ihre Anliegen aufmerksam machten, sondern aktiv Verantwortung übernahmen und gemeinsam Wege fanden, nachhaltigen Wandel in ihren Gemeinschaften voranzutreiben.

 

Die dlv-LandFrauen gGmbH unterstützte ugandische Landfrauen dabei, Führungsrollen zu übernehmen und ihre Netzwerke auszubauen. Die Teilnehmerinnen konnten an Austauschprogrammen und Schulungen in Deutschland teilnehmen, wo sie lernten, ihre Organisationen weiterzuentwickeln, ihre Interessen zu vertreten und Verantwortung zu übernehmen. Bei Hofbesuchen gewannen sie zudem Einblicke in Tierhaltung und landwirtschaftliche Methoden in Deutschland – Wissen, das sie anschließend in Uganda in die Praxis umsetzten und innerhalb ihrer Frauenorganisationen weitergaben, um andere Bäuerinnen und ihre Gemeinschaften zu stärken.

 

Sarah erhält ihr Zertifikat von Vertreterinnen der dlv-LandFrauen. © UNYFA / dlv

Für Sarah als junge Frau für das internationale Programm ausgewählt zu werden, stärkte ihr Selbstvertrauen und ihre persönliche Entwicklung spürbar. Die Studienreise nach Deutschland weitete ihren Horizont und gab ihr den Mut, ihre Ideen tatkräftig umzusetzen.

 

Zurück in Uganda startete sie ihre Transferinitiative: Sie wollte Frauen und junge Menschen ermutigen, sich in der Landwirtschaft und im Umweltschutz zu engagieren. Sie organisierte vier Jugendgruppen mit über 600 registrierten Mitgliedern, schulte sie im Umgang mit zertifiziertem Saatgut, zeigte ihnen, wie sie ihre Ernte besser lagern und verarbeiten können, und legte Baumschulen an – die nicht nur Einkommen generieren, sondern auch zur Wiederaufforstung der Region beitragen.

 

Was aus diesem Engagement erwuchs, lässt sich sehen: Sarah erweiterte ihre Anbaufläche von einem auf sechs Hektar und steigerte sowohl ihr Einkommen als auch ihre Ersparnisse. Ihre Führungsqualitäten werden heute weit über die Region hinaus anerkannt – sie arbeitet mit Distriktbehörden, nationalen Organisationen wie UNYFA und internationalen Partnern zusammen. Die Frauen in ihren Jugendgruppen haben ihre Einstellung zur Landwirtschaft grundlegend verändert und sehen sich heute als Unternehmerinnen – mit eigenen Spargemeinschaften als finanzieller Grundlage.

 

„Wenn du die Chance hast, etwas zu tun, gib alles – und wenn es gelingt, hilf anderen", sagt Sarah.

 

Ihre Geschichte beweist: Wenn jungen Frauen Vertrauen und Unterstützung entgegengebracht werden, können sie Bedeutendes bewegen.

 

Gerechtigkeit
,
Bauernverbände und Genossenschaften
,
Gender


Logo Food4Transformation
  • Home
  • Digitalisierung & Innovation
  • Food Systems
  • Gender
  • Handel und Lieferketten
  • Klima
  • Menschen & Perspektiven
  • Politics
  • Alle Beiträge
  • Podcast
  • In Zahlen
  • Agri-Food-Map
  • Innovation Lab
  • Special Editions
  • Über uns
  • Autor*innen
  • Newsletter
  • Suche
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Erklärung zur Barrierefreiheit

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Nutzungserfahrungen zu verbessern. Ihre Zustimmung ist freiwillig und kann auf der Seite "Datenschutz" jederzeit widerrufen werden.

Schützt vor Cross-Site-Request-Forgery Angriffen.

Speicherdauer: Dieses Cookie bleibt nur für die aktuelle Browsersitzung bestehen.

Speichert die aktuelle PHP-Session.

Speicherdauer: Dieses Cookie bleibt nur für die aktuelle Browsersitzung bestehen.

Inhalte von Drittanbietern, wie z.B. YouTube, die Daten über die Nutzung erheben. Auf dieser Website eingebundene Inhalte von Drittanbietern werden Ihnen nur angezeigt, wenn Sie dem hier ausdrücklich zustimmen.

Anbieter: Google Ireland Ltd., Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Ireland
Speicherdauer: Hier können Sie mehr über die Speicherdauer der Cookies erfahren: https://policies.google.com/privacy
Anbieter: Vimeo, Inc. / 555 West 18th Street New York, New York 10011, USA
Speicherdauer: Hier können Sie mehr über die Speicherdauer der Cookies erfahren: https://vimeo.com/cookie_policy

Wir verwenden die Analysesoftware Matomo, die anonymisierte Daten über die Nutzung und die Funktionalität der Website sammelt, um unsere Website und Ihr Nutzererlebnis immer weiter zu verbessern.

Datenschutz Impressum