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Auf einem bunten Marktstand verkauft eine Frau diverse Getreidesorten und Gemüse, während sie eine Wassermelone reicht.

Nachhaltige Ernährungssysteme: Menschen machen den Unterschied

Um Hunger und Mangelernährung erfolgreich zu bekämpfen, braucht es eine grundlegende Transformation. Wir haben nachgefragt und Stimmen von Expert:innen und Menschen vor Ort gesammelt, die sich mit ihrem Engagement aktiv in die Gestaltung nachhaltiger, gesunder und fairer Ernährungssysteme einbringen.

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Eine große Menschenmenge sitzt in einem Konferenzraum und verfolgt aufmerksam eine Präsentation.

Weg vom Gießkannenprinzip, hin zur Wirksamkeit

Um die Weltbevölkerung auch 2050 ernähren zu können, ist laut Jan Grossarth "die hohe Kunst der Governance" gefragt. Was diese Kunst beinhaltet und auf welche Herausforderungen sie stößt, hat er mit Unterstützung der SEWOH-Partner beleuchtet

Überall ein bisschen Fortschritt, in vielen Tausend lokalen Projekten – aber was ist, wenn das angesichts der globalen Herausforderung nicht genügen wird? Afrikas Bevölkerung verdoppelt sich laut den UN-Prognosen bis 2050 auf mehr als zwei Milliarden Menschen. Dabei importiert der Kontinent schon heute mehr Lebensmittel, als er exportiert, versorgt sich also nicht selbst mit Nahrung. Klimaprognosen sagen für einige afrikanische (und asiatische) Regionen vorher, dass die Durchschnittstemperaturen dort um 3 Grad oder mehr steigen werden. Die Wüsten breiten sich aus. Diese Aussicht legt nahe, dass eine Entwicklungszusammenarbeit, die Ressourcen nach dem Gießkannenprinzip verteilt, nicht wirksam genug ist. 

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Der Svalbard Global Seed Vault liegt eingebettet in eine verschneite Landschaft, seine futuristische Fassade strahlt in der Sonne.

Wie wir das Recht auf Nahrung verwirklichen können

Stefan Schmitz leitet den Crop Trust und war bis 2019 SEWOH Beauftragter im BMZ. Wir haben ihn gefragt, welche Aspekte der SEWOH wegweisend sein könnten, um globale Ziele wie die Erreichung von SDG 2 auf nationaler und globaler Ebene voranzutreiben.

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Eine Frau mit Maske hält ein Kind, während im Hintergrund weitere Frauen und Kinder zu sehen sind.

Welthunger-Index: Der Schlüssel liegt im politischen Handeln

Der Welthunger-Index 2020 lässt befürchten, dass das Ziel „Kein Hunger bis 2030“ verfehlt wird. Miriam Wiemers, Referentin für den Welthunger-Index, beschreibt die wesentlichen Herausforderungen und wie der Weg zu Zero Hunger beschritten werden kann.

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Eine Frau in einem gepunkteten Kleid arbeitet mit einer Hacke in einem grünen Maisfeld.

Land der Konflikte

Für die meisten Menschen in Uganda ist Landbesitz überlebenswichtig. In Zentraluganda ist eine alte Bodenordnung für Grundeigentümer*innen und Pächter*innen zum Zündstoff eines Konflikts geworden, der seit Jahrzehnten schwelt. Ein innovativer Ansatz für Konfliktbewältigung soll dies ändern.

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Drei stilisierte Figuren kommunizieren durch Sprechblasen auf einem gelben Hintergrund, was einen Planungsprozess symbolisiert.

Masterplan für eine sichere Ernährung

Um bis 2030 den Hunger weltweit zu beenden, braucht es eine effektive Steuerung. Dieser Masterplan basiert auf den Erfahrungen des Globalvorhaben Ernährungssicherung und Resilienzstärkung der GIZ. Dieses setzt in zehn Ländern weltweit Maßnahmen zur Stärkung der Nutrition Governance um.

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(c) picture alliance/NurPhoto
Bangladesh / Dhaka: Trauende Angehörige am 5. Jahrestag des Rana-Plaza Gebäudeeinsturzes. 1135 Menschen, größtenteils Textilarbeiterinnen wurden getötet.

Siegel, Zölle und Lieferkettengesetz: Nützen oder schaden sie den Kleinbauern?

In der Diskussion um nachhaltige Lieferketten setzen europäische Staaten auf Siegel, Zölle und staatliche Regulierungen. Mit Unterstützung der SEWOH-Partner stellt Jan Grossarth diese Maßnahmen infrage.

Nachdem im April 2013 in Bangladesch das achtgeschossige Fabrikgebäude Rana Plaza einstürzte, über tausend Textilarbeiterinnen und Arbeiter unter den Trümmern starben, dominierte das Thema der Menschenrechte in Nähereien einige Tage die globalen Nachrichten. Vom Schock blieb Scham. Denn war nicht jeder irgendwie mit verantwortlich, der billige T-Shirts und Jeans kauft? Dann folgte die politische Debatte: Geschah die Katastrophe nicht in dem Bereich, in dem der Staat, also Bangladesch, die Einhaltung der Gesetze verantworten müsste? Oder können wir, andererseits, nicht auch mitbestimmen, nach welchen Regeln bei uns konsumierte Produkte produziert werden? Und zwar nicht nur durch unseren Konsum, sondern auch durch unseren Staat und unsere Unternehmen?

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Eine lächelnde Frau mit Turban und bunter Halskette steht vor einem grünen, verschwommenen Hintergrund im Freien.

Auf Innovation und Nachhaltigkeit in der Kakaowertschöpfungskette setzen

Juliette Kouassi hat die Kakaokooperative ABOUd'CAO in Côte d’Ivoire gegründet. Ziel ist es, Produzentinnen zu fördern und "in der Kakaowertschöpfungskette nichts wegwerfen, sondern allem Wert einhauchen."

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Eine lächelnde Frau vor grünem Hintergrund, begleitet von einem Zitat über Menschenrechts- und Umweltschutzregelungen.

Lieferketten: „Die Grundidee der EU ist es, zu unterstützen, statt zu strafen“

Neben der Bundesregierung treiben auch EU-Institutionen die Einführung eines Lieferkettengesetzes voran. Was wären die Auswirkungen? Fragen an Bettina Rudloff von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).

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Ein Mann in gelbem Hemd steht nachdenklich auf einem Baumstumpf in einer bewaldeten Landschaft unter grauem Himmel.

Entwaldung und Naturzerstörung: Es braucht einen strikten EU-Gesetzesrahmen

Im Beitrag erklärt Christine Scholl, Senior Referentin beim WWF Deutschland, warum ein umfassendes EU-Gesetz zum Stopp der Entwaldung und Umwandlung wertvoller Ökosysteme zwingend erforderlich ist und was eine solche Gesetzgebung berücksichtigen muss.

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Ein Mann in einem weißen Hemd steht vor einem blauen Hintergrund und spricht in ein Mikrofon.

Bei Dir beginnt das Wir: 3 Thesen zur Endverbraucherkommunikation

Die Generation Z (1995-2010) zwingt die Hersteller von Konsumgütern zum Umdenken. Dieser so genannte „Greta-Effekt“, der ohne die sozialen Medien nicht möglich wäre, zwingt nicht nur Unternehmen sich zu bewegen; sondern bietet auch viel Potenzial für die Ziele der Entwicklungszusammenarbeit.

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Ein Junge pflückt bei Sonnenuntergang Pflanzen auf einem grünen Feld.

Agrarökologie: eine globale politische Leitperspektive?

Agrarökologie ist weltweit ein beliebtes Schlagwort in der Ernährungspolitik. Dahinter steht ein Komplexes Konzept, das Journalist Jan Grossarth mit Unterstützung der SEWOH-Partner näher beleuchtet und hinterfragt hat.

Agrarökologie lässt sich nicht in einem Satz definieren. Dafür benötigt man mehrere Seiten. Vielleicht aufgrund ihrer Vielschichtigkeit ist sie als politische Leitperspektive geeignet, allen zu gefallen. Die Europäische Kommission stützt sich im Rahmen ihres Transformations-Zehnjahresplans „Green Deal“ auf das Konzept. Auch die ernährungspolitische Strategie der EU-Kommission „Farm to Fork“ nimmt Bezug darauf. Die Welternährungsorganisation FAO lässt seine höchsten Experten aus dem Beratergremium Committee on World Food Security (CFS) das Konzept auf 163 Seiten beleuchten (HLPE-Report, 2019). Allein die Kurzfassung benötigt elf Stichpunkte für eine Definition. Agrarökologie, steht darin, meint eine Präferenz für „natürliche Prozesse, sie begrenzt die Nutzung externer Inputs, unterstützt geschlossene Kreisläufe mit minimalen negativen externen Effekten, betont die Bedeutung lokalen Wissens und partizipativer Prozesse” und soll auch soziale Ungleichheit verringern und den Wissenschaften zur Geltung verhelfen.

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Eine Frau in Burkina Faso hält ein schlafendes Baby auf einem grünen Feld voller Pflanzen.

Warum die Transformation unserer Ernährungssysteme unerlässlich ist

Derzeitige Krisen verdeutlichen die Notwendigkeit der Transformation von Ernährungssystemen. Dr. Sinclair, Leiter des Welternährungssicherungs- ausschusses, stellt 13 agrarökologische Prinzipien vor, die den Wandel ermöglichen sollen.

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Infografik zeigt agrarökologische Landwirtschaft mit Zahlen, Drohnen, Pflanzen und Tieren unter gelbem Bogen.

Der Garten der Agrarökologie: Beispiele aus der Praxis

Die Herausforderungen des Bevölkerungswachstums, die abnehmende biologische Vielfalt sowie der Klimawandel erfordern ein Umdenken in unseren Ernährungssystemen und Lösungsansätze im Sinne eines agrarökologischen Wandels.

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Vier Frauen in bunten Saris laufen gemeinsam durch ein grünes Feld in Indien.

Agrarökologie auf UN-Ebene: Die Initiative „Scaling up Agroecology“ der FAO

Zunehmende wissenschaftliche Evidenz und lokale Erfahrungen zeigen, dass die Agrarökologie das Potenzial besitzt, eine ganzheitliche Lösung für die zahlreichen wechselseitigen Herausforderungen zu liefern, die Ernährungssysteme derzeit beschäftigen.

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Eine Frau in traditioneller Kleidung verkauft frisches Gemüse auf einem geschäftigen Markt in Tansania.

Frau Neubert, was ist ein Trilemma? Und was lässt sich dagegen tun?

Um das Trilemma der Landnutzung zu entschärfen, müssen die Klimakrise, die Vernichtung von Biodiversität und die Ernährungskrise gleichzeitig adressiert werden. Susanne Neubert, erklärt im Interview wie derlei Strategien aussehen könnten.

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Eine Gruppe von Menschen sitzt und steht unter einem Baum in einem Dorf, sich unterhaltend und aufmerksam zuhörend.

Landrechte, Gender und Bodenfruchtbarkeit in Benin

Ein Beitrag von Dr. Karin Gaesing und Prof. Dr. Frank Bliss (INEF)

Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten führt Landdruck zu einer Übernutzung der verfügbaren Flächen und einem Mangel an Konservierung. Das westafrikanische Benin mit vielerorts stark ausgelaugten Böden bildet hierbei keine Ausnahme.

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Eine Frau in grüner Arbeitskleidung lächelt und notiert etwas vor gestapelten Kartons und bunten Kisten.

Silicon Valley für Afrikas Agrar-Start-ups

Ein Beitrag von Michel Bernhardt (GIZ)

Das Vorhaben “Skalierung von digitalen Agrarinnovationen durch Start-ups" (SAIS) unterstützt afrikanische Start-ups im Agrar- und Ernährungsbereich dabei ihre digitalen Innovationen zu skalieren und so eine größere Anzahl von Nutzerinnen und Nutzern zu erreichen.

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Eine Drohne fliegt über ein grünes Feld vor einer hügeligen Landschaft mit verstreuten Hütten.

Auf Innovationen liegt die Hoffnung der Entwicklungspolitik

Auf Innovationen liegt die Hoffnung der Entwicklungspolitik. Aber was ist eigentlich eine Innovation, die Afrika wirklich weiterbringt? Mit Unterstützung der SEWOH-Partner hat sich Journalist Jan Grossarth kritisch mit der Forderung nach Innovation auseinandergesetzt.

Ist Innovation ein Heilmittel? Ein nichtssagendes Füllwort? Sogar problembehaftet? Und: Inwiefern? Im post-kolonialen kritischen Blick auf die Vergangenheit erscheint die „Innovationsgeschichte“ Afrikas jedenfalls zweischneidig. Der Historiker Clapperton Chakanetsa Mavhunga, der am amerikanischen MIT lehrt, beklagt ein Scheitern und sogar eine überwiegend zerstörerische Wirkung „westlicher“ Technik- und Wissensexporte nach Afrika. In seinen Werken über die Innovationen in Afrika erscheint das „kapitalistische Entrepreneurship“ als „Imperialismus“ in veränderter Form und dessen Natur geradezu als „parasitär“. Ein problematischer Innovationsbegriff sei vor allem aus Europa nach Afrika transferiert worden. Einer nämlich, der auf technische Aspekte und die industrielle Skalierung und kommerzielle Nutzung eng führe.

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Eine Gruppe von Menschen versammelt sich im Freien unter einem Baum in Burkina Faso, um einer Präsentation zuzuhören.

Gentechnik, Dünger und Agrarchemikalien - gegensätzliche Perspektiven

Ist die neue Gentechnik eine Innovation für die Welternährung? Wie steht es um Dünger und Agrarchemie? Für den Ökolandwirt Felix Prinz zu Löwenstein sind alle drei Teil des Problems. Matthias Berninger vom Bayer-Konzern hält dagegen. Für ihn ist die Ablehnung der neuen Techniken die eigentlich riskante Ideologie.

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Eine Frau füllt mit den Händen Reis aus einer großen Schale, während bunte Kleidung und Säcke sichtbar sind.

Wie das Grüne Innovationszentrum Frauen im Flachland von San in Mali unterstützt

Ausreichende und ausgewogene Ernährung, höhere Einkommen und mehr Beschäftigung im ländlichen Raum – das sind die Ziele der 15 Grünen Innovationszentren, die in Afrika und Asien entstanden sind. Doch wie sieht die konkrete Umsetzung in Bamko, Mali aus?

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