Toolkit für Land Governance: Lösungen für eine gerechte Landnutzung

Land ist eine zentrale Grundlage für Ernährung, Einkommen und nachhaltige Entwicklung. Ein Toolkit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) bündelt mehr als zehn Jahre praktische Erfahrung im Bereich Land Governance und macht daraus Strategien und Instrumente zu Anwendung in unterschiedlichen Bereichen – von Landwirtschaft, Klima und Umweltschutz über digitale Transformation bis hin zu Wirtschaftswachstum.

© Gideon Vink

Von Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Die GIZ ist ein weltweit tätiger Dienstleister der internationalen Kooperation für nachhaltige Entwicklung. Sie hat mehr als 50 Jahre Erfahrung in unterschiedlichsten Feldern.

Alle Beiträge

Eine transparente und partizipative Land Governance schafft wichtige Voraussetzungen für Ernährungssicherheit, gesicherte Lebensgrundlagen, nachhaltige Entwicklung und die Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel. Erprobte Ansätze – etwa zur Stärkung von Landrechten, Transparenz und Beteiligung – können dazu beitragen, Projekte in unterschiedlichen Bereichen inklusiver, nachhaltiger und wirksamer zu gestalten.

 

Doch in vielen Teilen der Welt ist nach wie vor unklar, wem Land rechtlich zusteht. Landrechte sind häufig nicht eindeutig geregelt oder umstritten: 70 Prozent der Weltbevölkerung verfügen über keine registrierten Landrechte. In Afrika sind nur 10 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen dokumentiert. Traditionelle Landrechtssysteme ermöglichen vielen Menschen zwar den Zugang zu Land, genießen aber häufig keine rechtliche Anerkennung. Millionen Menschen sind dadurch von Verdrängung oder dem Verlust ihres Landes bedroht – insbesondere Frauen, indigene Bevölkerungsgruppen, lokale Gemeinschaften und andere marginalisierte Gruppen.

 

Land Governance kann helfen, diese Herausforderungen anzugehen. Sie trägt dazu bei,

  • Landrechte anzuerkennen und zu schützen,
  • den Zugang zu Justiz und rechtlichen Möglichkeiten zur Durchsetzung von Ansprüchen zu gewährleisten,
  • Streitigkeiten und Konflikte zu verhindern und
  • Geschlechtergerechtigkeit, Menschenwürde, Nichtdiskriminierung, Gleichberechtigung, Teilhabe, Transparenz und Rechenschaftspflicht zu fördern – im Einklang mit den Freiwilligen Leitlinien für die verantwortungsvolle Verwaltung von Land-, Fischerei- und Forstrechten (VGGT).

Was das Toolkit bietet

Das Toolkit unterstützt die Entwicklung einer gerechten, inklusiven und nachhaltigen Land Governance. Dafür bündelt es erprobte Ansätze in fünf Themenbereichen. Die darin enthaltenen praktischen Instrumente lassen sich an unterschiedliche Rahmenbedingungen anpassen und miteinander kombinieren.

  • Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die durch die einzelnen Prozesse führen,
  • Entscheidungshilfen, um geeignete Ansätze auszuwählen,
  • Verknüpfungen zwischen verschiedenen Sektoren, damit Land Governance in übergeordnete Programme integriert werden kann, und
  • eine übersichtliche und benutzerfreundliche Struktur, die sich sowohl an Fachleute als auch an Nicht-Fachleute richtet.

Zum Toolkit.

 

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Eine Hand hält gesunden, dunklen Boden, während die andere helleren, ungesunden Boden zeigt, umgeben von grünem Laub. | © GIZ

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© GIZ/ Thomas Imo/photothek.net

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(c) Caritas San Miguel

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Zwei Frauen ernten gebückt in traditioneller Kleidung Pflanzen auf einem weitläufigen Feld.
© Dorothea Hohengarten, GIZ

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Ein Projekt des World Resources Institute

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(c) Mali Lazell/GIZ
Ruanda / Kigali, 2020: Teilnehmer des IOT-Trainings im Digital Transformation Center Kigali.

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Interview mit Cyrus Samimi (IAS)

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Eine Frau steht vor einem großen Bildschirm mit der Aufschrift "Climate Adaptation Summit 2021" und lächelt in die Kamera.

Climate Adaptation Summit 2021: „Wir können es besser machen“

Ein Bericht von Jan Rübel (Zeitenspiegel)

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Ein frisch bepflanztes Maisfeld mit jungen Trieben erstreckt sich unter einem blauen Himmel mit weißen Wolken.

Kosten-Nutzen Analysen für mehr Bodenschutz

Mit Hilfe nachhaltiger Anbaumethoden können Böden geschützt und wieder fruchtbar gemacht werden. Entsprechende Investitionen lohnen sich auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Ein Projekt der GIZ

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Drei Männer in Schutzanzügen arbeiten mit Schaufeln und Erde auf einer Baustelle im Freien.
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Kein dreckiges Geschäft

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Wasser bietet die vielleicht einzige Chance

Interview mit Caroline Milow und Ramon Brentführer

Im Erdboden afrikanischer Regionen ruhen Grundwasserressourcen. Wo macht deren Nutzung Sinn – und wo beginnt Raubbau an der Natur? Caroline Milow (GIZ) und Ramon Brentführer (BGR) über Potenziale in der Zukunft und Lehren aus der Vergangenheit.

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Eine Frau verkauft Blaubeeren auf einem lebhaften Markt, während sie einen Mundschutz und Handschuhe trägt.

Stärkung der Lebensmittelmärkte entlang des Stadt-Land-Kontinuums

Ein Artikel von Thomas Forster

Wie können funktionierende Lebensmittelmärkte in globalen Lebensmittelversorgungsketten angesichts von Anfälligkeit und Störungen aufrechterhalten werden? Märkte, die lokale und territoriale Lebensmittelsysteme unterstützen, sind Teil der Lösung. Thomas Forster präsentiert Vorschläge zur Stärkung dieser Märkte, um mit künftigen Schocks umgehen zu können.

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Junge Pflanzen wachsen in einem geordneten Muster in einer Gärtnerei, umgeben von üppigem Wald.

Neue Gesetzesinitiativen für entwaldungsfreie Lieferketten als Wendepunkt

Ein Artikel von Gerhard Langenberger

Entwaldungsfreie Lieferketten bergen Herausforderungen und Chancen – sowohl für Kleinbauernfamilien als auch für die internationale Forstverwaltung. Die Verantwortung von Unternehmen und mögliche Anreize für Hersteller sind weitere Stellschrauben, die es zu prüfen gilt. Doch was bedeutet "entwaldungsfrei" eigentlich?

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Fischer entladen einen großen Fischfang mit einem Netz auf einem Schiff, während Arbeiter den Fang begutachten.

Im Kampf gegen illegale Fischerei

Eine Reportage

Meere sind wichtig für die Ernährung. Doch sie sind überfischt. Um diesen Trend aufzuhalten geht die Weltgemeinschaft nun gegen illegale Fischerei vor. Journalist Jan Rübel hat dazu unter anderem mit Francesco Marí, Referent für Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik bei „Brot für die Welt“, gesprochen.

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Eine lächelnde Frau in bunter Kleidung steht in einem blühenden Senffeld und genießt den sonnigen Tag.

Wandel säen

Ein Beitrag von Brot für die Welt

Rund 800 Millionen Menschen leiden weltweit an Hunger. Ein Wandel ist notwendig – für die Menschen und für die Umwelt. Welche Ansatzpunkte der ökologische Fuß- und Handabdruck eines jeden bietet, berichtet Brot für die Welt.

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Ein Mann bewässert ein ländliches Feld mit einer Gießkanne unter freiem Himmel.

Kreislaufwirtschaft: Von der Innovation zum Upscaling

Ein Beitrag des Projekts RUNRES

Die Wiederverwertung organischer Abfälle zu Bodenhilfsstoffen und Tierfutter durch einen transdisziplinären Ansatz - das ist das Ziel des Projekts RUNRES, das vor vier Jahren in vier afrikanischen Ländern südlich der Sahara gestartet wurde. Drei Wissenschaftler*innen des Projekts berichten.

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Ein Mann steht lächelnd mit ausgebreiteten Armen in einem kreativen Atelier voller Kunstwerke und Materialien.

Von der Staude zum Laufsteg – Bananenseide als Alternative

Ein Beitrag von Paul Kadjo

Die Textilindustrie trägt erheblich zur Umweltverschmutzung bei, da sie jährlich über 100 Milliarden Bekleidungsartikel produziert, was zu enormen CO2-Emissionen und Wasserverbrauch führt. Modedesigner Paul Kadjo setzt auf Bananenseide als umweltfreundliche Alternative, um die Textilproduktion umweltbewusster und sozial gerechter zu gestalten.

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Luftaufnahme von grünen Teeplantagen und Wäldern in Kericho County, die eine harmonische Landschaft bilden. | © Wallace Gichunge

Wie ein Tee zum Waldschutz und zur Ernährungssicherheit beiträgt

Ein Beitrag von Wallace Gichunge

Die Nyayo Tea Zones Development Corporation setzt sich für den Erhalt der Wälder in Kenia ein: Durch das Einrichten so genannter Pufferzonen, die mit Bäumen und Tee bepflanzt werden, wird der Abholzung entgegengewirkt. Neben der Produktion von umweltfreundlichem Tee kommt das Projekt den Ressourcen der Wälder und der Lebensgrundlage der in der Nähe der Wälder lebenden Gemeinden zugute, sagt Projektmitarbeiter Wallace Gichunge.

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Viele rosa und lila gesprenkelte Bohnen liegen dicht beieinander und bilden ein abwechslungsreiches Muster.

Das ungenutzte Potenzial der Proteindiversifizierung

Ein Beitrag von Ivo Rzegotta

Die Diversifizierung unserer Proteinversorgung durch pflanzliche Nahrungsmittel und kultiviertes Fleisch kann einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung leisten, insbesondere in den Ländern des globalen Südens. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, ist jedoch noch viel Forschungsarbeit erforderlich. Und politische Unterstützung, wie Ivo Rzegotta vom Good Food Institute aufzeigt.

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Eine Frau sortiert Gemüse auf einem belebten Marktstand, umgeben von bunten frischen Produkten und anderen Verkäufern.

Ernährung im Zentrum inklusiver Entwicklung – Team Europe beim N4G 2025

Ein Artikel der GIZ

Auf dem Gipfel Nutrition for Growth 2025 in Paris stellt Team Europe – bestehend aus der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten – Ernährung als Motor für Resilienz, Gleichstellung und Menschenrechte ins Zentrum internationaler Politik. Über die Ergebnisse des Gipfels herrscht Einigkeit: mit starken Partnerschaften und innovativen Ansätzen aus Zusagen konkrete Fortschritte entstehen zu lassen.

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Eine Frau in traditioneller Kleidung hält frisch geerntete Auberginen auf einem Feld, umgeben von anderen Erntehelferinnen.

Gemeinsam für gesunde Ernährung weltweit

Ein Beitrag von Jan Rübel

Der weltweite Kampf gegen Mangelernährung braucht mehr als nur Worte – das zeigt der Nutrition for Growth Gipfel in Paris. Mit umfassenden Zusagen und klaren Forderungen ist ein Signal gesetzt: Gesunde Ernährung muss globale Priorität werden. Doch wie sehen das die Teilnehmenden aus Ländern wie dem Jemen oder Timor-Leste?

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„Pastoralist*innen finden immer einen Weg.“

Ein Gespräch mit Jacinta Sajila Pamita

Klimawandel, schwindende Weideflächen und fehlende Investitionen setzen Hirtenvölker in Kenia zunehmend unter Druck. Jacinta Sajila Pamita, selbst Maasai und bei IMPACT Kenya tätig, fordert mehr Mitsprache für indigene Gemeinschaften, Investitionen in lokale Lösungen und eine stärkere Anerkennung ihres traditionellen Wissens. Denn nachhaltige Entwicklung, sagt sie, beginnt dort, wo die Menschen vor Ort selbst mitentscheiden.

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