Wie ein nigerianisches Fintech-Unternehmen 1 Milliarde US-Dollar für landwirtschaftliche Betriebe sichern möchte

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Für Kleinbäuer*innen ist es oft schwierig, eine finanzielle Förderung zu erhalten. Doch mit einer nigerianischen Fintech-App soll das jetzt anders werden: Die Fintech-Plattform Vetsark läuft bereits seit fünf Monaten. Gründer Blessing Mene darüber, was seine App bietet – und über die Möglichkeiten und Grenzen der Agrarfinanzierung.

Die Fintech-Plattform Vetsark möchte 500.000 bis zu einer Million landwirtschaftliche Betriebe erreichen, indem sie ihnen den Zugang zu finanziellen Mitteln ermöglichen und ihr wichtigster Partner sind. © GIZ /Johannes Funk

Von Blessing Mene

Blessing Mene ist Gründer des nigerianischen Fintech-Unternehmens Vetsark. Aufgewachsen in einer Bauernfamilie hat er schon seit klein auf Interesse an der Landwirtschaft und Veterinärmedizin. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch der Lösung von Problemen unter dem Gesichtspunkt des Systemwandels.

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Von Jan Rübel

Jan Rübel ist Autor bei Zeitenspiegel Reportagen, Kolumnist bei Yahoo und Reporter für überregionale Zeitungen und Zeitschriften. Er studierte Islamwissenschaft und Nahostgeschichte.

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Wie wichtig ist die Landwirtschaft für Nigeria?
Die nigerianische Wirtschaft ist vom Agrarsektor abhängig.

 

Landwirtschaft ist in Afrika ein großes Thema. Nach wie vor wird der überwiegende Teil der Einkünfte der lokalen Bevölkerung durch die Landwirtschaft erzielt.

 

Und wie sind Sie auf diese Idee gekommen?
Ich bin in einer Bauernfamilie aufgewachsen, und mein Vater ist Landwirt, auch heute noch. Meine Mutter ist ebenfalls Landwirtin, und seit ich ein Kind war, haben sie das neben ihren Vollzeitjobs gemacht. Am Anfang haben meine Eltern auf den Feldern gearbeitet, denn die Futterkosten für die Tiere machen mehr als 80 % der Gesamtkosten aus. So erwachte schließlich mein Interesse an der Landwirtschaft. Ich kenne mich auch mit Chemie aus und habe ein paar Kurse in Veterinärmedizin besucht. Meine größte Leidenschaft gilt jedoch der Lösung von Problemen unter dem Gesichtspunkt des Systemwandels. Ich habe mich mit Mangosamen, Wasserhyazinthen und der schwarzen Soldatenfliege beschäftigt – wo ich von Ashoka bzw. von USAID Nigeria unterstützt wurde. Und dann mit dem Thema Tiergesundheit weitergemacht: Wie können wir Digitalisierung nutzen, um Tiere besser vor Krankheiten zu schützen und ihr Wohlbefinden zu fördern? Ein großes Problem, mit dem sich Viehzüchter konfrontiert sehen und das sie um ihr Einkommen bringen kann. Ich bin tiefer in dieses Thema eingestiegen, und irgendwann wurde unsere Idee, das Ganze digital umzusetzen, von der Regierung angenommen. Danach habe ich mich gefragt: Okay, und wie geht es jetzt weiter? Das Thema Finanzierung von landwirtschaftlichen Betrieben ist sehr wichtig. Und so bin ich schließlich zur Agrarfinanzierung gekommen.

 

Warum ist das Thema Fundraising für landwirtschaftliche Betriebe in Nigeria so wichtig und warum ist es für Landwirte so schwierig, an Finanzmittel zu kommen?
Dieses Problem besteht schon seit Jahrzehnten. Einer der Gründe, warum der Zugang zu Krediten so schwierig ist, ist die Frage, die sich Banken und Kreditgeber stellen: „Lässt sich damit genügend Gewinn erzielen, und das möglichst schnell?“. Man will in rentable Unternehmen investieren. Der Erdölsektor ist ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft. Daher investiert man lieber beispielsweise in Rohöl, weil die Umschlagzeiten kurz sind und sich hohe Gewinne erzielen lassen. Der Immobiliensektor ist in diesem Teil der Welt ein weiterer geldbringender Wirtschaftszweig, sodass man glaubt, dass es nicht viel Sinn macht, in die Landwirtschaft zu investieren. Andererseits haben sich diese Leute auch schon die Finger verbrannt. Sie haben in die Landwirtschaft investiert und dabei Geld verloren. Ich denke auch, dass es sich hier um ein kulturelles Problem handelt. Die Menschen haben das Gefühl, dass die Inanspruchnahme eines Kredits oder einer staatlichen Finanzierung bedeutet, ein Stück vom nationalen Kuchen abzuschneiden. Sie betrachten diese Mittel eher als Zuschüsse oder Spenden.

 

Um mögliche Investoren zu überzeugen, braucht es also Erfolgsgeschichten?

 

Obwohl viele Mittel in die Finanzierung der Landwirtschaft geflossen sind – von der Weltbank bis hin zur nigerianischen Zentralbank –, wird dieser Sektor noch immer stark vernachlässigt, obwohl er doch viele Chancen bietet.

 

Und welche Hürden gibt es für Landwirte, um auf Ihre App zuzugreifen?
Um die App zu nutzen, muss man lesen können und einen digitalen Zugang haben. Außerdem muss man im Bankensystem registriert sein oder zumindest über Unterlagen verfügen, die es ermöglichen, im System registriert zu werden. Und nicht zu vergessen: das Bewusstsein für diese Technik. Damit meine ich, dass man sich mit der App auskennt und weiß, wie man davon profitieren kann.

 

Ist es für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Nigeria einfach, ein Bankkonto zu eröffnen?
Ein Bankkonto zu eröffnen, dürfte nicht allzu schwer sein. Es zu führen, dürfte jedoch eine Herausforderung sein. Die meisten Transaktionen laufen nach wie vor über Bargeld. Es wäre also eine erhebliche Verhaltensänderung vonnöten. Allerdings werden neue Technologien in den letzten zehn Jahren immer besser angenommen, was darauf zurückzuführen ist, dass sich die Kundenpräferenzen verbessert haben, die Internetverbreitung zugenommen hat und die Kosten für Smartphones gesunken sind.

 

Und was bietet die App den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern?
Zunächst einmal ein Bankkonto. Damit erhalten sie eine digitale Identität. Das heißt, sie haben jetzt Zugang zum Finanzsektor und können ihre Transaktionen über ein Konto abwickeln. Außerdem können sie über die App einen Bankkredit beantragen und haben sowohl Zugang zu finanziellen Mitteln als auch zu Pflanzmaterial. Beides benötigen sie, um ihren Betrieb zu führen.

 

Der wichtigste Vorteil ist jedoch, dass Sie zehnmal schneller auf die finanziellen Mittel zugreifen können, als dies bei einer Bank möglich wäre.

 

Wenn man einen Kredit direkt bei der Bank beantragen will, muss man normalerweise einige Formulare ausfüllen, einen Geschäftsplan vorlegen ... einfach eine Menge Papierkram. Hinzu kommt, dass man das Bankkonto wahrscheinlich schon sechs Monate geführt haben muss. Einer unserer Neukunden erzählte uns, dass es vier Jahre gedauert hat, bis ihm die Bank of Agriculture einen Kredit gewährte. Ich glaube, es ging um einen Betrag von 5.000 USD. Und so darf das einfach nicht laufen. Mit unserem System sollte das viel schneller gehen.

 

Aktuell haben wir uns zum Ziel gesetzt, dass die Kreditsumme binnen drei, vier Wochen bereitgestellt wird. Bei unseren Top-Kunden sogar schon innerhalb von 24 Stunden. Was wir nicht wollen, ist, dass die Menschen kämpfen müssen, um an Geld für ihren Betrieb zu kommen.

 

Läuft die App bereits?
Wir haben erst vor einigen Monaten die Zusammenarbeit mit einer der größten nigerianischen Banken aufgenommen, um unser Backend in ihre eigene Bankinfrastruktur zu integrieren. Sie haben uns Zugang zu ihrem Backend gegeben, und so können wir unseren Kunden nun Konten bei diesen Banken zur Verfügung stellen. Diese Integration wurde Ende April abgeschlossen.

 

Nehmen Landwirte bereits Kredite über die App auf?
Zunächst einmal haben wir die Prozesse eingeführt und alles offline eingerichtet, um zu prüfen, was funktioniert und was nicht. Wir haben eine separate App mit dem Namen Cleva Farm Management, die über cleva.org verfügbar ist. Bislang konnten wir einer Reihe von landwirtschaftlichen Betrieben und Agrarunternehmen helfen, im Durchschnitt 1.500 USD pro Kunde erhalten.

 

Und wir hoffen, dass wir unsere Zahlen jeden Monat um mindestens 50 % steigern können.

 

Bis jetzt haben wir unser Geld und die Mittel, die wir den Betrieben zur Verfügung gestellt haben, zu 100 % zurückbekommen. Dies wollen wir mit unserer App noch weiter ausbauen.

 

Bekommen Sie eine Art Provision oder gibt es eine Mitgliedsgebühr?
Für die Abschlüsse erhalten wir eine Provision in Form einer Pauschalgebühr. Wenn wir beispielsweise einen Kredit mit einem Volumen von 1.000 oder 2.000 USD vermitteln, erhalten wir normalerweise eine Provision von 5 %.

 

Was bieten Sie außer der Vergabe von Krediten an Landwirte noch an?
Wir gehen von vier verschiedenen Gesichtspunkten aus.

 

Es geht darum, das richtige Pflanzmaterial, die richtigen Sorten und die richtige Qualität zu bekommen, damit das Geld nicht für falsches Saatgut vergeudet wird.

 

Im zweiten Teil geht es um die Produktion selbst, also um Schulungsangebote und technische Unterstützung, um sicherzustellen, dass die Landwirte das tun, was für ihre Betriebe gut und richtig ist. Zudem ist es wichtig, Wissensdefizite zu überwinden. Beim dritten Punkt geht es um den durch den Zugang zu den Märkten entstehenden Handel und darum, sicherzustellen, dass die Erträge nach der Ernte nicht vergeudet werden, weil sie entweder nicht verkauft oder nicht entsprechend verteilt werden können.

 

Und geht das Hand in Hand? Man kann also auch auf die anderen Teile zugreifen, wenn man in der App registriert ist und einen Kredit erhält?
Mit der App hat man beispielsweise auch Zugang zu Pflanzmaterial. In der Regel passiert das innerhalb unseres eigenen Ökosystems: Unser Landwirt holt das Pflanzmaterial bei unserem Großhandelspartner ab, der sich in derselben Gemeinde befindet. Und verkauft es dann in derselben Gemeinde weiter.

 

Wie ist die Situation für Frauen in der Landwirtschaft? Ist es für sie noch schwieriger, an Geld zu kommen?

 

Ja, für Frauen ist es viel schwieriger. Für sie ist es schwer, überhaupt in das Geschäft einzusteigen.

 

Und was den Zugang zu finanziellen Mitteln betrifft, so ist es noch schwieriger, da sie viele Hindernisse überwinden müssen. Diese Woche hatte ich ein Treffen mit den landwirtschaftlichen Genossenschaften. Sieben Personen waren an dem Treffen beteiligt, davon nur eine Frau. Ich habe mich ausführlich mit ihr unterhalten und versucht, die Schwierigkeiten zu verstehen, mit denen ihr Betrieb zu kämpfen hat. Und ich denke, das ist überall im Land so.

 

Frauen treten gar nicht in Erscheinung, weil sie von den Männern in den Schatten gestellt werden.

 

Und kann Ihre App dieses Problem lösen?
Das ist eines der zentralen Themen, die wir angehen wollen.

 

Und eine der Möglichkeiten, wie wir das angehen wollen, ist ein sehr sensibler Umgang mit der Geschlechterfrage und die bewusste Festlegung einer Frauenquote.

 

An einem unserer nächsten Projekte nehmen zum Beispiel nur Frauen teil.

 

Ich weiß, dass die Förderung von Frauen in der Landwirtschaft einen immensen Einfluss auf die gesamte Branche haben wird.

 

Das ist also eine Möglichkeit, wie wir versuchen, das Problem der ungleichen Vertretung von Frauen und Männern in der Landwirtschaft anzugehen, und wir glauben, dass wir auf dieser Grundlage in den nächsten fünf Jahren noch mehr Frauen erreichen können – 150.000 Frauen sollen es mindestens sein.

 

Welches Potenzial sehen Sie für die App?
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass bis 2030 eine Kreditsumme von etwa 1 Milliarde USD vergeben wird. Und bis 2035 sollen es etwa 15 Milliarden USD sein. Wir wollen zwischen 5 und 10 % der Nachfrage auf dem Kontinent decken können. Wir wollen 500.000 bis zu einer Million landwirtschaftliche Betriebe erreichen, indem wir ihnen den Zugang zu finanziellen Mitteln ermöglichen und ihr wichtigster Partner sind. Abgesehen von den Zahlen sehen wir jedoch die größte Auswirkung darin, das Problem der Mittelbeschaffung zu lösen, da kleine landwirtschaftliche Betriebe und Produzenten auf dem gesamten Kontinent davon betroffen sind.

 

Wie denken Sie, wird die Landwirtschaft in Nigeria in 30 Jahren aussehen?
 

Ich glaube, die Situation wird sich verbessern. Und ich denke, es wird mehr mittelgroße Betriebe geben: Viele junge Leute entscheiden sich für die Landwirtschaft.

 

Außerdem gibt es jetzt besser ausgebildete Landwirt*innen der Generation Z, die in den Sektor eintreten und viel offener für den Einsatz moderner Technologien sind. Daher, so denke ich, werden mehr finanzielle Mittel in diesen Sektor fließen.

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Afrikanische Länder beschließen Maßnahmen für mehr Bodengesundheit

Ein Beitrag der GIZ

Auf dem Africa Fertilizer and Soil Health Summit (AFSH), der im Mai von der Afrikanischen Union (AU) und der kenianischen Regierung ausgerichtet wurde, ist die Nairobi Declaration verabschiedet worden. Ziel ist es, die inländische Produktion von organischen und anorganischen Düngemitteln bis 2034 zu verdreifachen und den Zugang für Kleinbäuer*innen zu verbessern. Die GIZ resümiert den Gipfel.

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(c) GIZ

Kosten-Nutzen Analysen für mehr Bodenschutz

Mit Hilfe nachhaltiger Anbaumethoden können Böden geschützt und wieder fruchtbar gemacht werden. Entsprechende Investitionen lohnen sich auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Ein Projekt der GIZ

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Armut Macht Hunger

Veröffentlichung der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability

Die Weltgemeinschaft scheitert im Kampf gegen Hunger, Mangelernährung und Fehlernährung. Das zeigt das der Tiny Atlas „Armut Macht Hunger“ der von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability veröffentlicht wurde. Neben Zahlen und Fakten werden auch die Gründe für Hunger und Fehlernährung dargestellt und erklärt.

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Was läuft bei der Ernährung in Deutschland schief, Herr Plagge?

Ein Interview mit Jan Plagge (Bioland)

Vitaminarme Ernährung muss teurer werden, In-Vitro-Fleisch ist kein Allheilmittel und Agrarsysteme sollten dezentraler aufgestellt werden. Bioland Präsident Jan Plagge im Interview über die Herausforderung der (zukünftigen) Welternährung.

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Wieviel verschwenden wir tatsächlich, Herr McFeely?

Ein Interview mit Peter McFeely (WWF)

Der WWF hat eine aufsehenerregende Studie zur Verschwendung von Lebensmitteln erstellt. Im Fokus: Die Verluste in der Landwirtschaft. Was getan werden kann, erläutert Peter McFeely, globaler Leiter der Abteilung Kommunikation und strategische Planung

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Noch neun Ernten bis 2030: Wie stellt sich das BMZ zukünftig auf?

Ein Interview mit Dirk Schattschneider (BMZ)

Die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) wird eins der fünf Kernthemen im BMZ . Dirk Schattschneider, Beauftragter der SEWOH im BMZ über bisherige Ansätze, zukünftige Aktionsfelder und den politischen Willen, den Hunger zu beenden.

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Stadt, Land, Meer: 6 Innovationen gegen den Klimawandel

Ein Listicle für klimaneutrale Landwirtschaft

Vertikal wachsende Pflanzen, magnetische Baumwolle und düngende Haarreste: Wir stellen Ihnen sechs Ideen vor, die zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Landwirtschaft beitragen können.

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Die Buschfleisch-Krise gemeinsam mit lokalen Gemeinden lösen

Ein Beitrag des Waldforschungs-Instituts Nigeria

Bei dem Projekt „Domestizierung kleiner monogastischer und wiederkäuender Tiere‟ (DSMR), arbeitet ein nigerianisches Forschungsinstitut zusammen mit lokalen Gemeinden an Lösungsansätzen für die Buschfleisch-Krise.

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GFFA wirbt für neuen Blick auf Böden

Ein Beitrag von Journalist Jan Rübel

Auf dem Welternährungsforum (GFFA) 2022 in Berlin dreht sich für fünf Tage alles um Strategien für nachhaltigere Bodennutzung.

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Zusammenarbeit und wirksame Anreize für nachhaltige Landnutzung

Ein Beitrag der GIZ

Das zweite GFFA Expertenforum unterstreicht die Notwendigkeit politischer Führungsaktion, um globale Trends der Landdegradation umzukehren.

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Organischen Kohlenstoff im Boden fördern – durch traditionelle und innovative Praktiken

Ein Beitrag der GIZ

Indische Kleinbäuerinnen und Kleinbauern verbinden traditionelle mit innovativen Praktiken, um organischen Kohlenstoff im Boden zu rehabilitieren. Ein Fallbeispiel wie Politik, Landwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit dem Klimawandel entgegenwirken können.

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Ernährungssicherheit ist mehr als nur Produktionsmengen und hohe Erträge

Ein Beitrag von Adrian Muller, Catherine Pfeifer und Jürn Sanders (FiBL)

Die Reduzierung von Schwerpunkten der Biodiversität oder die Aufgabe von ertragsärmeren, extensiveren Produktionssystemen ist der falsche Ansatz zur Bewältigung der drohenden globalen Nahrungsmittelkrise, meinen die Autor*innen des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL).

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"Der Erhalt und die Rückgewinnung fruchtbarer Böden sind eine globale Aufgabe."

Ein Interview mit Jochen Flasbarth

Gesunde, ertragreiche Böden sind eine Grundvoraussetzung für die weltweite Ernährungssicherung – einer der Schwerpunkte in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Staatssekretär Jochen Flasbarth über die Bemühungen Deutschlands zur Unterstützung einer nachhaltigen Bodenbewirtschaftung.

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Fünf klimafreundliche Maßnahmen in der Landwirtschaft

Ein Listicle für Klimaschutz und -anpassung

Mit diesen fünf Bewirtschaftungspraktiken kann die landwirtschaftliche Produktion gesteigert und ein Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels sowie zur Klimaanpassung geleistet werden.

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JETZT NEU: BMZ-Strategie "Leben ohne Hunger"

Eine BMZ-Kernthemenstrategie

Ein Leben ohne Hunger innerhalb der planetaren Grenzen ist möglich! Mit diesem Leitgedanken tritt ab sofort die neue BMZ-Strategie zu unserem gemeinsamen Thema, Leben ohne Hunger, in Kraft. Erfahren Sie hier mehr.

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„Menschen werden für den Wandel der afrikanischen Wirtschaft eine wesentliche Rolle spielen“

Ein Beitrag von Ben Leyka

Das Potenzial des afrikanischen Nahrungsmittelsektors ist immer noch viel zu eng mit den natürlichen Ressourcen des Kontinents verbunden, behauptet Ben Leyka. Er möchte dies mit dem African Agri Council ändern.

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Und in der Mitte ein Semikolon

Ein Beitrag von Jan Rübel

Nach zwei Jahren Corona-Pause öffnen sich wieder die Türen zur Internatinalen Grünen Wochen (IGW) in Berlin. Für die Besucher*innen aus aller Welt heißt es vom 20. bis 29. Januar dort: Entdecken, Bestaunen und Probieren. Doch die Veranstaltung ist nicht nur Schlemmerei und Spaß. Der BMZ-Stand stellt Fragen nach dem Woher & Wohin von Nahrung – und entwickelt sich dabei zum Crashtest für manche Gewohnheit.

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Wie Bäuerinnen und Bauern sich gegen die Krise stemmen

Ein Beitrag der GIZ

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine und die damit verbundenen Auswirkungen auf Nahrungsmittel-, Energie- und Düngemittelpreise beschäftigt Landwirt*innen in aller Welt. Junge Landwirt*innen, Bauernorganisationen und Politiker aus Kenia, dem Tschad und der Ukraine erzählen, wie es ihnen ergangen ist und was sie trotzdem in der Landwirtschaft hält.

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Die Bedeutung von Wasser für eine nachhaltige ländliche Entwicklung

Ein Beitrag von WE4F

Wie können die Herausforderungen zusammenhängend mit Wasser, ländlicher Entwicklung und klimarestistenter Landwirtschaft bewältigt werden? Was für Innovationen gilt es zu fördern? Die Initiative Water and Energy for Food (WE4F) stellt Strategien und Innovationen zu nachhaltigem, integriertem Wassermanagement der deutschen und internationalen Zusammenarbeit vor.

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Priscilla Impraim und ihr Schokoladengeschäft

Ein Portrait von Jan Rübel

Priscilla Impraim ist eine der ersten Frauen in Ghana, die in das Schokoladen-Business eingestiegen ist. Trotz einiger Hürden gründete sie 2006 das Unternehmen Ab Ovo Confectionery Limited mit sechs fest angestellten Mitarbeiter*innen und 25 saisonal beschäftigten Mitarbeiter*innen.

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“Wir wollen Hunger und Armut überwinden”

Ein Interview mit Fernanda Machiaveli

Nach der vierjährigen Amtszeit von Bolsonaro versucht die neue brasilianische Regierung, ihr Engagement für die Agrarökologie wieder aufzunehmen, die Abholzung im Amazonasgebiet zu bekämpfen und indigene Gemeinschaften sowie arme Familien vor Hunger zu schützen. Ein Interview mit der Vizeministerin für ländliche Entwicklung und landwirtschaftliche Familienbetriebe, Fernanda Machiaveli.

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“Wir müssen auf Nachhaltigkeit setzen”

Ein Interview mit Karen Mapusua

Karen Mapusua, Präsidentin des IFOAM Organics International Network, über die Gefahr, dass die Nachhaltigkeit durch die derzeitige Treibstoffkrise und die Inflation aus aus dem Fokus gerät, darüber, warum Biobäuer*innen gehört werden sollten und warum sie auf Fidschi, wo sie lebt, einen anderen Blick auf die "Krisen" der Welt hat.

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Wasser bietet die vielleicht einzige Chance

Interview mit Caroline Milow und Ramon Brentführer

Im Erdboden afrikanischer Regionen ruhen Grundwasserressourcen. Wo macht deren Nutzung Sinn – und wo beginnt Raubbau an der Natur? Caroline Milow (GIZ) und Ramon Brentführer (BGR) über Potenziale in der Zukunft und Lehren aus der Vergangenheit.

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Côte d’Ivoire: Nachhaltigem Kakao auf der Spur

Eine Reportage der GIZ

Bis Ostern 2022 wird alle zwei Wochen eine neue Folge veröffentlicht, in der die GIZ Menschen vorstellt, die sich für fairen und nachhaltigen Kakao in Côte d’Ivoire und Deutschland engagieren.

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Fairer Handel und Klimagerechtigkeit: Alles hängt zusammen

Ein Beitrag der Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten (INA)

Organisationen des Fairen Handels und die Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten (INA) haben zur Cop 26 die #ichwillfair-Kampagne gestartet, um die Verbindung von globalen Lieferketten und dem Klimawandel aufzuzeigen.

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Governor's Day with Farmers – Für mehr Diskussion mit lokalen Akteur*innen

Ein Beitrag von William Onura und Larissa Stiem-Bhatia

Auch in der Landwirtschaft ist es wichtig politische Interessensgruppen in den Diskurs mit einzubeziehen. Um die Brücke zwischen praktische Anwendung und politischem Handeln zu bauen, hat der Think Tank TMG den Governor's Day with Farmers (GDF) im Kakamega County in Kenia ins Leben gerufen. Nun fand er zum zweiten Mal statt. Doch was sind die konkreten Ziele und Vorteile des Governor's Days?

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Helfen Einfuhrbeschränkungen wirklich der armen Bevölkerung in Westafrika?

Ein Beitrag von Isabel Knößlsdorfer

Einheimische Hersteller*innen sollen durch protektionistische Maßnahmen wie Zölle geschützt werden, um im Wettbewerb mit preiswerteren Importprodukten bestehen zu können. Am Beispiel von Hühnerimporten in Ghana wird in dieser Studie untersucht, ob sich die Beschränkungen insgesamt positiv oder negativ auf den Lebensstandard der Haushalte auswirken.

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Das Sang’alo Institute investiert in den Anbau von Sonnenblumen

Ein Beitrag von James Wanzala

Kenia ist ein großer Importeur von pflanzlichen Ölen, vor allem aus Indonesien und Malaysia, darunter Sonnenblumenöl. Aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine kam es zu Lieferengpässen und Lebensmittelknappheit, was dazu führte, dass Pflanzenöle in Kenia weniger erschwinglich waren. Als Reaktion auf das fehlende Angebot nahm das Sanga'alo Institute of Science and Technology diesen Impuls auf, schloss sich mit der GIZ zusammen und etablierte den regionalen Anbau und die Verarbeitung von Sonnenblumen.

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BMZ veröffentlicht Video zur Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme

Ein Beitrag der GIZ

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat ein Video zur Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme veröffentlicht. In dem Video spricht auch Bundesministerin Svenja Schulze über die dringende Notwendigkeit, den globalen Hunger zu bekämpfen und zu widerstandsfähigen Agrar- und Ernährungssystemen beizutragen.

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Das Potenzial der Agri-Photovoltaik ausschöpfen

Ein Beitrag der Fraunhofer-Gesellschaft

Agri-Photovoltaik kombiniert photovoltaische Stromerzeugung mit landwirtschaftlicher Produktion, ermöglicht eine effizientere Landnutzung und fördert Stromerzeugung durch integrierte Nahrungsmittel-, Energie- und Wassersysteme. Dies kann vor allem für Länder im Globalen Süden interessant sein, wo die Elektrifizierungsrate in ländlichen Gebieten oft niedrig ist und die Ernährungssicherheit verbessert werden muss.

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Der Ansturm auf Ökostrom darf die Rechte von Hirtengemeinschaften nicht untergraben

Ein Beitrag von Hussein Tadicha Wario

Die Trockengebiete Afrikas sind wie geschaffen für die Erzeugung von Solar- und Windenergie – vor allem angesichts des aktuellen Hypes um grünen Wasserstoff. Hirtengemeinschaften sind hierbei jedoch oft im Nachteil. Unser Autor geht auf die entstehenden Konflikte ein und beschreibt, wie ein gedeihliches Miteinander von Ökostromprojekten und den Gemeinschaften aussehen könnte.

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CompensACTION will Landwirte und Landwirtinnen für Klimaleistungen belohnen

Ein Beitrag der Initiative

Die vom Bundesentwicklungsministerium im Jahr 2022 ins Leben gerufene CompensACTION-Initiative für Ernährungssicherheit und einen gesunden Planeten gewinnt an Schwung. Sie zielt darauf ab, Kleinbauern für ihren Beitrag zum Erhalt von Ökosystemen finanziell zu entschädigen. Erste Erfolge sind in Äthiopien, Lesotho und Brasilien erzielt worden.

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Die Agri-Food Map: Eine interaktive Karte zur Erkundung nachhaltiger Agrar- und Ernährungssysteme

Ein Beitrag der GIZ

Die komplexen Zusammenhänge der Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme sind oft nicht leicht zu verstehen - die Agri-Food Map, eine interaktive Online-App, trägt durch ein breites Spektrum an verständlich aufbereiteten Informationen dazu bei, die umfassenden Zusammenhänge zugänglich zu machen.

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Optionen für mehr Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel im afrikanischen Tierhaltungssektor

Ein Beitrag von ILRI und GIZ

Die Erzeugung von Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs wird aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels auf den Tierhaltungssektor in Afrika immer schwieriger. Dabei leistet die Viehwirtschaft einen entscheidenden Beitrag zur Ernährungssicherung in Afrika. Drei Papiere des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und von GIZ, ILRI und der Weltbank analysieren, wie Afrikas Viehwirtschaft in Zukunft aussehen kann.

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„Es schuf Hoffnung. Es schuf ein Leben“

Ein Interview mit Ally-Raza Qureshi, WFP

Der Irak hat viele Jahre unter Krieg, Sanktionen und Wirtschaftskrisen gelitten. Ally-Raza Qureshi vom Welternährungsprogramm im Irak sieht indes Fortschritte. Doch nun machen sich die Auswirkungen des Klimawandels im Lande bemerkbar. Was ist zu tun?

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Erde gut, alles gut!

Ein Beitrag von Fairtrade Deutschland

Der Klimawandel ist nicht fair: Die Kleinbäuerinnen und -bauern, die wenig zum Klimawandel beigetragen haben, spüren die Klimakrise schon heute. Auch der Kakaoanbau ist betroffen: Wetterextreme, verschobene Regenzeiten und Krankheiten, die die empfindliche Kakaopflanze befallen, stellen Kleinbäuerinnen und -bauern vor extreme Herausforderungen.

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Blühende Landschaften? Nur mit Biodiversität!

Ein Beitrag von Arne Loth

Was haben Schokolade, Karotten und Tequila gemeinsam? Was nach den Zutaten für einen experimentellen Cocktail klingt, sind Lebensmittel, die es ohne bestimmte Tierarten gar nicht gäbe. Sie stehen exemplarisch dafür, dass die Natur tagtäglich und oft im Verborgenen für uns arbeitet.

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Gemeinsam für mehr Ernährungssicherheit in Sambia

Ein Beitrag von Claudia Jordan (GIZ)

Das Cluster Landwirtschaft und Ernährungssicherung der GIZ in Sambia zeigt, wie Synergien funktionieren können: Mehrere Projekte und Partnerorganisationen unterstützen die Bevölkerung auf unterschiedlichen Wegen, besseren Zugang zu gesünderer und ausgewogener Ernährung zu bekommen.

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